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Grenzstein zur Altendorfer Flur
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Mit großer Beteiligung führte der Geschichts- und Heimatverein Rothenstein/Oelknitz e.V. am 19. Mai seinen 5. Flurzug durch. Neben Mitgliedern des Vereines und zahlreichen Gästen nahm auch der Rothensteiner Bürgermeister, Herr Paucker, die Gelegenheit wahr, sich ein Bild vom Zustand der Rothensteiner Flur zu verschaffen.
Der Weg führte in diesem Jahr in die südliche Richtung ins Altendorfer Tal. Die ungewöhnliche Ausdehnung der Rothensteiner Flur in diesem Bereich erklärt sich aus der früheren Lage des Dörfchens Steinchen (auch Rothensteinchen) auf der Ebene des Felsenberges. Nach der Zerstörung dieses Ortes im sächsischen Bruderkrieg (1446 - 1451) siedelten sich die überlebenden Bewohner in Rothenstein an. Spätere sollen sieben Rothensteiner Dorfälteste geschworen haben, in der dortigen Flur auf Rothensteiner Grund zu stehen. Ganz sicher waren sie sich ihrer Sache wohl nicht, denn der Sage nach hatten sie sich vorsichtshalber Rothensteiner Erde in die Stiefel gefüllt.
Nach einer Rast, die Gelegenheit bot, die Kräfte mit Bratwürsten und Getränken wieder aufzufrischen, führte der Rückweg des Flurzuges dann über den Trompeterfelsen wieder nach Rothenstein.
Die Teilnehmer hatten Gelegenheit, die schöne Aussicht vom Berg ins Saaletal, zur Leuchtenburg und über die weitgehend renaturierte Fläche des ehemaligen Schießplatzes genießen. Alle Teilnehmer des fünften Flurzuges waren sich darüber einig, daß es zu wünschen wäre, wenn nach Abschluß der Demontage- und Beräumungsarbeiten im ehemaligen Militärgelände die Naturschönheiten des Rothensteiner Felsens wieder einer größeren Öffentlichkeit zugänglich gemacht würden.
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